Cannabis

Cannabis ist der lateinische Begriff für die Hanfpflanze. In Zusammenhang mit Rauschmitteln wird umgangssprachlich oftmals von „Marihuana“ oder „Haschisch“ gesprochen, obwohl es sich dabei genau genommen um weiterverarbeitete Cannabisprodukte handelt. Ob es schlussendlich als Droge oder Arzneimittel zum Einsatz kommt, ist oftmals schwer abgrenzbar.

Die Pflanzenarten, aus der Familie der Hanfgewächse, beinhalten Wirkstoffe, die mit dem sogenannten Endocannabinoid-System im Nerven- und Immunsystem des Menschen interagieren und dadurch unterschiedlichste Wirkungen erzielen. Der Hauptwirkstoff, der zudem für die psychoaktiven Effekte verantwortlich ist, ist das Tetrahydrocannabinol, kurz THC (eines von mehr als 60 Cannabinoiden). Es findet sich allerdings nicht in allen Cannabissorten; so befinden sich z.B. im Nutzhanf oder auch in manchen medizinischen Sorten verschwindend geringe Mengen an THC. Daneben enthält Cannabis noch eine Reihe von weiteren Stoffen, wie etwa CBD (Cannabidiol) oder CBN (Cannabinol). Cannabis ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz die am häufigsten konsumierte illegale Droge.[1]

Begriffsherkunft

Der weitverbreitete Begriff Cannabis kommt aus dem lateinischen und heißt übersetzt „Hanf“. Laut dem Wörterbuch „Oxford Dictionary“ leitet sich Cannabis von dem mexikanischen Wort „Nahuatl“ ab und bedeutet „Gefangener“. Umgangssprachliche Bezeichnungen für diese Pflanzengattung sind außerdem Stoff, Pot, Ott oder Gras.

Die Cannabispflanze

Wie bereits beschrieben, zählt die Cannabispflanze, gemeinsam mit dem Hopfen zur Familie der Hanfgewächse. Es gibt über hundert verschiedene Cannabis-Arten, die alle unterschiedlichste Eigenschaften aufweisen und sich in Größe, Wachstumsgeschwindigkeit und THC-Gehalt stark unterscheiden. In der Regel wächst die Pflanze innerhalb eines Jahres vom Sprössling zur erntereifen Pflanze heran. Die kleinsten Arten werden etwa 60 cm groß, die größten können sogar bis zu 8 Meter hoch werden. Kennzeichnend für die Cannabispflanze sind die Blätter, die fingerförmig und an den Rändern fein gezackt sind. Je nach Genetik und Umweltbedingungen schwankt die Anzahl der Blättchen an einem Blatt. Gewöhnlich bestehen diese aus sieben bis neun Einzelblättern. Die Cannabis- bzw. Hanfpflanze setzt sich aus folgenden einzelnen Bestandteile zusammen:

  • Fasern
  • Samen
  • Blätter
  • Blüten

Auf den Kelch- und Tragblättern weiblicher Pflanzen lassen sich Trichome (Pflanzenhaare) finden, die Cannabinoide (wie etwa Cannabidiol), Terpenoide (Stoffgruppe an Naturstoffen) und andere flüchtige Substanzen abgegeben.

Cannabis-Arten

Männliche und weibliche Pflanzen

Cannabis wird in die männliche und weibliche Pflanze unterteilt. Für die berauschende Wirkung wird ausschließlich die unbefruchtete weibliche Pflanze herangezogen, zumal sich in den Blüten die höchste Konzentration des Wirkstoffes THC finden lässt. [2][3]

Botanische Gliederung

Hanf kann in folgende drei Arten aufgeteilt werden:

Diese Aufgliederung ist allerdings umstritten; zum Teil wird angenommen, dass Cannabis indica und Cannabis ruderalis keine eigenen Arten bzw. nur eine Unterart von Cannabis sativa darstellen, die sich in weitere Varietäten und viele weitere Sorten aufteilen lässt.

Beim indischen Hanf (Cannabis indica) ist gegenüber dem Gewöhnlichen Hanf (Cannabis sativa) das Verhältnis von CBD zu dem Hauptwirkstoff THC höher.[4] Dies ist allerdings auch vom Erntezeitpunkt abhängig.

Obwohl dem Ruderalhanf für die Rauschmittelgewinnung keine Bedeutung beigemessen wird, da dieser über einen sehr geringen Wirkstoffanteil verfügt, ist er aufgrund seiner Widerstandfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen für Kreuzungen interessant.

Züchtungen

Durch Kreuzung der genannten Arten wurden bislang mehrere hundert weitere Sorten gezüchtet, hier spricht man von Hybrid Cannabis. Diese Züchtungen wurden sowohl zu dem Zweck durchgeführt, den THC-Gehalt bestimmter Sorten zu maximieren (als „Genhanf“ bezeichnet) sowie auch zu dem Zweck den Wirkstoffgehalt soweit wie möglich zu reduzieren („Nutzhanf“) um somit eine wirtschaftliche legale Nutzung dessen zu erreichen.

Der sogenannte Genhanf (obwohl dieser ohne Gentechnik gezüchtet ist) besitzt weibliche Blüten, die auf einen THC-Gehalt von über 20 % kommen. Dieses hohe Gehalt der hochgezüchteten Sorten lässt sich in der Regel nur durch Indoor-Growing realisieren.

Anbau

Grundsätzlich wird Cannabis weltweit angebaut. Zu den Hauptproduzenten zählen allerdings unter anderem Indien, Marokko, Pakistan, Libanon und Afghanistan.
Letztgenannter galt im Jahr 2010 als weltweit größter Produzent von Cannabis mit geschätzten 1.500 bis 3.500 Tonnen Ernte (lt. „Afghanistan Cannabis Survey“).[5] Der Anbau ist illegal, spielt allerdings eine wirtschaftlich wichtige Rolle. Der überwiegende Teil des geernteten Cannabis wird als Haschisch exportiert. Als weitere bedeutende Cannabis-Anbauländer gelten des weiteren Jamaika, Kolumbien, Nigeria, Thailand und Türkei.

Indoor-Growing

Als Indoor-Growing bezeichnet man den Anbau von Cannabis in Gewächshäusern, beispielsweise mittels Growboxen. Der Innenanbau ist in Deutschland sowie Österreich strafbar; auch wenn es ausschließlich zum Selbstbedarf verstanden wird.

Outdoor-Growing

Outdoor-Growing ist der Anbau von Cannabis außerhalb von Gewächshäusern. Dies unterliegt sowohl in Deutschland, Österreich als auch der Schweiz einer Genehmigungspflicht.

Der Anbau von Cannabis außerhalb von Gewächshäusern ähnelt der Aufzucht von Nutzhanf und ist verglichen zum Indoor-Growing hinsichtlich des Energiebedarfs sehr gering.

Produkte

Die zwei gebräuchlichsten Cannabisprodukte sind Marihuana und Haschisch. Weiters gibt es das Haschischöl, welches das potenteste natürliche Hanfprodukt ist. Hier handelt es sich um Cannabisprodukte als Rauschmittel. Zudem existiert unter anderem das sogenannte CBD-Öl, das aus dem im Cannabis enthaltenen Cannabidiol, kurz CBD, hergestellt ist.

Marihuana

Unter Marihuana (Hanfkraut) versteht man getrocknete Pflanzenteile, zumeist aus den unbefruchteten weiblichen Blütenständen der Hanfpflanze Cannabis. In der deutschen Umgangssprache sind außerdem die Begriffe „Gras“ oder „Weed“ geläufig. Marihuana muss von Haschisch unterschieden werden, das zwar ebenfalls ein Cannabisprodukt, jedoch das gepresste Harz dessen ist.

Das Rauschmittel wird in der Regel geraucht bzw. nach Verdampfung inhaliert, oft wird es auch oral (durch Lebensmittel) konsumiert. Der Gehalt von Tetrahydrocannabinol (THC) ist unter anderem stark von der Cannabissorte abhängig und bewegt sich zwischen 2 und 20 %; wobei bei bestimmten Sorten (und besten Bedingungen) sogar über 25 % Wirkstoffgehalt möglich sind. Der Gehalt von Cannabidiol (CBD) bei medizinischem Cannabis in Deutschland befindet sich zwischen weniger als 0,05 und 10,2 Prozent.[6]

Haschisch

Gepresstes Harz der weiblichen Hanfpflanze wird als Haschisch (Hanfharz) bezeichnet. Es handelt sich hierbei in der Regel um ein zu Platten oder Blöcken gepresstes Extrakt. Verbreitet sind ebenso die Bezeichnungen „Hasch“, „Shit“ bzw. einzelne Stücke sind als „Piece“ bekannt. Das Haschisch wird entweder geraucht bzw. verdampft oder zur Zubereitung von Getränken oder Lebensmitteln vorher in Fett gelöst. Der THC-Gehalt des im Jahr 2015 in Europa von der Polizei beschlagnahmte Haschisch belief sich zwischen 4 und 28 %.

Haschischöl

Haschischöl (Hanfextrakt) wird, ebenso wie Haschisch, aus dem Blütenständenharz der weiblichen Hanfpflanze gewonnen. Es wird mit Lösungsmitteln extrahiert und stellt im chemischen Sinne kein Öl dar. Es wird oft auch als Haschöl oder THC-Öl bezeichnet.

Das Haschöl weist einen sehr hohen THC-Wert (bis zu 80 %) auf und wird entweder geraucht, verdampft, gelutscht oder mit Speisen oder Getränken konsumiert.

CBD-Öl

Beim CBD-Öl handelt es sich um ein Hanfextrakt aus legalen Cannabissorten, welche viele unterschiedliche Cannabinoide beinhaltet, insbesondere CBD – Cannabidiol. Das Cannabinoid THC ist in der Konzentration bis 0,2 % enthalten. Während THC psychoaktive Effekte auslöst, verursacht das CBD-Öl keinerlei psychoaktive Wirkung. Es gilt als heilsam und schmerzlindernd und soll laut Studien unter anderem bei Erkrankungen wie Schizophrenie, Epilepsie und Diabetes hilfreich sein.

Konsum

Der Cannabiskonsum kann auf unterschiedlichste Weise erfolgen, von denen allerdings nur die Aufnahme über Lunge oder den Magen gebräuchlich ist. Die Zeit zwischen Aufnahme und Eintritt der Rauschwirkung variiert von einigen Minuten bei der Aufnahme über die Lunge und zwischen 30 und 60 Minuten bei oraler Aufnahme.[7] Die Wirkungsdauer beim Inhalieren liegt bei etwa zwei bis drei Stunden, bei oralem Konsum deutlich länger.

  • als Joint: Haschisch oder Marihuana wird pur oder gemischt mit Tabak geraucht. Rauchen gilt als die häufigste Konsumform des psychoaktiven Wirkstoffs in Cannabis: THC.
  • über einen Vaporizer: Cannabis kann allerdings auch mithilfe eines Vaporizers verdampft und inhaliert werden
  • über eine Pfeife oder Bong: Neben Joints wird auch von speziellem Rauchzubehör wie Pfeifen, Wasserpfeifen oder Bongs Gebrauch gemacht.
  • als Öl: Das weiter oben beschriebene Haschischöl (aus Harz der Hanfpflanze gewonnen) wird beispielsweise auf Zigaretten geträufelt und auch oftmals Getränken oder Speisen zugesetzt. Es ist nicht zu verwechseln mit CBD-Öl.
  • als Aufguss: Auch als Tee kann Cannabis aufgelöst und anschließend konsumiert werden.
  • als Speise: Ein Konsum findet auch oftmals durch die Nahrungsmittelaufnahme statt. Speisen, wie z.B. Muffins, Kuchen etc. die THC-haltig sind, wirken häufig stärker als eine vergleichbare Dosis, die geraucht wird.

So wirkt Cannabis

Das sogenannte Endocannabinoid-System im menschlichen Körper erfüllt wichtige Schutzfunktionen, so hilft es verschiedenste Vorgänge zu regeln. Es steuert unter anderem Glücksgefühle, Entspannung sowie das Schmerzempfinden und erfüllt eine wichtige Funktion für das Immunsystem. Dieses System umfasst unterschiedliche Cannabinoid-Rezeptoren; von diesen existieren zwei Haupttypen, die CB1- und CB2-Rezeptoren.

Stoffe aus der Cannabispflanze, wie beispielsweise die Substanzen THC und CBD docken an diese Rezeptoren an, interagieren mit und wirken folglich auf diese.

Während CBD nicht direkt mit den Rezeptoren interagiert und dennoch einen enormen Einfluss auf viele unterschiedliche Befindlichkeiten und Krankheiten hat, greift das Cannabinoid THC direkt an diese Rezeptoren an und bewirkt damit den Rauschzustand.[8][9]

Wirkung von CBD

Die Wirkungen von Cannabidiol, kurz CBD stellen einen enormen medizinischen Nutzen in Aussicht. Es hat viele positive Wirkmechanismen und weist heilende Eigenschaften auf; deshalb wird die Substanz in der Alternativmedizin hoch angesehen. Es ist unter anderem für seine beruhigende, entzündungs- und depressionshemmende Wirkung bekannt. Gene, die für diverse Stoffwechsel-Prozesse, die Fettaufnahme und Insulinempfindlichkeit verantwortlich sind, agieren mit den für das CBD relevanten Rezeptoren; deshalb könnte eine CBD Behandlung auch bei diesen Belangen hilfreich sein.

Wirkung von THC

Beim Konsum von Cannabis werden Teile des Gehirns stimuliert, was die Freisetzung des Hormons Dopamin verursacht und wiederum zu unterschiedlichsten Befinden führen kann. Das breite Spektrum an psychischen Effekten ist sehr charakteristisch für die Wirkung von THC in Cannabis. Die Wirkung ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Diese sind unter anderem folgende: Konsumform (rauchen, essen), Technik des Konsums (Tiefe der Inhalation), Konsummenge, THC-Gehalt und psychische bzw. psychosoziale Faktoren.

Mögliche Rauschwirkungen lassen sich in unmittelbar auftretende psychische sowie in sofortige körperliche Wirkungen unterteilen.

Psychische Wirkungen: Beeinträchtigung der Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit sowie des logischen Denkens, Entspannung, Wahrnehmung wird verändert, uvm.

Körperliche Wirkungen: Erhöhung von Pulsfrequenz und Blutdruck, Heißhunger, Mundtrockenheit, etc.[10]

Risiken

Ob und inwiefern THC gefährlich bzw. gesundheitsgefährdend ist, lässt sich nicht pauschal beantworten bzw. haben viele Faktoren darauf Einfluss. Unter anderem hängen die Risiken, wie seelische Störungen, stark davon ab, in welcher sozialen Umgebung sich der Konsument befindet, wie alt dieser ist. Außerdem ist die persönliche Verfassung sowie Menge, Häufigkeit und Gründe des Konsums relevant.

Unfallgefahr
Da die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt ist, muss unter Einfluss von Cannabis mit einer erhöhten Unfallgefahr gerechnet werden.

Mischkonsum
Durchaus zu unberechenbaren Wirkungen kann es kommen, wenn man Cannabis gemeinsam mit Alkohol, Medikamenten oder anderen Drogen konsumiert.

Seelische Störungen
Hat jemand eine Veranlagung zu seelischen Störungen (beispielsweise Schizophrenie), kann der Konsum von THC den Ausbruch dessen begünstigen.

Gesundheitliche Schädigungen
Wird Cannabis geraucht, gilt ein erhöhtes Krebsrisiko sowie eine Schädigung von Lunge und den Atemwegen.

Strafrechtliche Folgen
Bei THC handelt es sich (u.a. in Deutschland, Österreich) um eine illegale Substanz; deshalb ist bei dem Gebrauch auch mit strafrechtlichen Folgen zu rechnen. Anmerkung: Seit März 2017 ist es in Deutschland schwer kranken PatientInnen unter gewissen Voraussetzungen erlaubt, Cannabis als Medikament zu nutzen – beispielsweise gegen Schmerzen, gegen Übelkeit bei Krebs und Multipler Sklerose.

Überdosierung
Obwohl es nahezu unmöglich ist, an einer Überdosis THC zu sterben – bis dato wurde kein einziger Todesfall vermerkt[11] – kann es bei übermäßigem Cannabis-Konsum, zu unangenehmen Wirkungen kommen.

Wirkungen bei Überdosierung

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Panik, Angst, Paranoia
  • Beeinträchtigung der Konzentration
  • Beeinträchtigung der Motorik

Mischkonsum

Als Mischkonsum bezeichnet man den gleichzeitigen bzw. zeitnahmen Konsum von mehreren Suchtmitteln; so können sich mitunter deren Wirkspektren überlappen. In der Regel ist die Wirkung nicht eine Summe aller Einzelwirkungen sondern vielmehr verstärken (potenzieren) oder unterdrücken sich die jeweiligen Effekte. Eine Kombination von mehreren Substanzen mit psychoaktiver Wirkung können unangenehme und zum Teil (lebens-)gefährliche Wechselwirkungen auslösen. Auch bei einem Mischkonsum von Cannabis mit anderen Drogen, kommt es mitunter zu einer wechselseitigen Beeinflussung.

Tabak

Einer Studie zufolge kann, bei gemeinsamen Konsum von Cannabis und Tabak, ein Cannabiskonsument, der zuvor keinen Tabak geraucht hat, eine Nikotinabhängigkeit entwickeln. Während die Substanz Nikotin die THC-Wirkung des Cannabis unterdrückt, verstärkt umgekehrt THC die Wirkung des Nikotins.[12]

Alkohol

Die Wechselwirkung von Cannabis und Alkohol verstärkt die Wirkung des Alkohols; zudem kann Übelkeit und sogar Ohnmacht eintreten. Wichtige Warnsignale des Körpers können nicht mehr richtig wahrgenommen werden. Der gemeinsame Konsum dieser berauschenden Substanzen wird als sehr verkehrsgefährdend eingestuft. Der Grund dafür ist, dass die gegensätzliche Wirkung von Alkohol (das Risiko steigernd wirkt) mit dem dämpfend halluzinatorischen THC im Cannabis das Unfallrisiko um ein Vielfaches erhöht.[13]

Koffein

Eine Studie mit Totenkopfaffen hat gezeigt, dass der Mischkonsum von Cannabis und Koffein die Wirkung von THC verstärkt.[14]

Opiate

Auch bei einem gemeinsamen Konsum von THC und Opiaten muss von einer Verstärkung des Hauptwirkstoffs der Pflanze Cannabis ausgegangen werden.[15]

Die Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit; ist eine Kombination von Substanzen hier nicht angeführt, bedeutet dies keineswegs, dass sie ohne Bedenken konsumiert werden kann.

Folgen von Cannabiskonsum

Die Forschung brachte hinsichtlich psychischen, sozialen und körperlichen Risiken von langfristig und häufigem Cannabiskonsum oftmals widersprüchliche Ergebnisse hervor. Eine Vielzahl möglicher langfristiger Folgen wurden untersucht. Folgende gelten bislang als bekannt:

Körperliche Folgen

  • Beeinträchtigung der Lungenfunktion
  • Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit (u.a. Konzentration, Aufmerksamkeit, Erinnerungsvermögen)

Gravierende Hirnschäden wie diese bei Alkohol hinreichend bekannt sind, werden durch Cannabiskonsum nicht verursacht. Die Auswirkungen des Konsums von Cannabis in der Schwangerschaft sowie auf das Neugeborene sind jedenfalls umstritten. Ebenfalls fehlen eindeutige Belege in der Forschung welchen Einfluss Cannabis auf das Hormon- und Immunsystem hat.

Psychische und soziale Folgen

Die Forschung geht davon aus, dass Cannabis, besonders bei hohen THC-Dosen, psychotische Symptome auslösen kann. In der Regel sind diese nach einigen Tagen wieder verschwunden. Eine eigenständige „Cannabispsychose“ konnte allerdings nicht belegt werden. Vielmehr geht man von der Annahme aus, dass bei anfälligen Cannabis-Konsumenten, eine bis dahin verborgene psychotische Erkrankung eher zum Ausbruch kommt, als bei Abstinenten.

Desweiteren können allgemeine Rückzugstendenzen mit dem Konsum einhergehen. In dem Zusammenhang, dass Betroffene den Aufgaben des Alltags gleichgültig gegenüber stehen, spricht man von dem „Amotivationalen Syndrom“. Diese eindimensionale Ursache-Wirkung-Beziehung gilt heute allerdings als nicht mehr haltbar. Vielmehr sind zur Erklärung des Gemütszustands die Eigenschaften der Person zu identifizieren.[16][17][18]

Cannabisabhängigkeit

Eine Cannabisabhängigkeit zeigt sich in dem erfolglosen Versuch, den Konsum zu reduzieren oder völlig einzustellen. Regelmäßiges Konsumieren kann zu einer psychischen sowie einer milden körperlichen Abhängigkeit führen, wobei nicht jedermann, der längere Zeit Hanf konsumiert, abhängig wird.

Vielmehr stehen verschiedene Faktoren (z.B. psychosoziale), die das Risiko für eine Abhängigkeit erhöhen, im Mittelpunkt. Es kommt stark darauf an, in welchem Maße diese psychosozialen Risikofaktoren vorliegen. So kann jemand mehr oder weniger gefährdet sein, eine (Cannabis-)Abhängigkeit zu entwickeln. Dies bedeutet, dass das Grundproblem in vielen Fällen nicht an der Wirkung der Substanz liegt, sondern vielmehr in der psychischen Problematik begründet ist.[19]

Es können bei einer psychischen Abhängigkeit überdies folgende Entzugserscheinungen auftreten:

  • Freudlosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Ängste

Cannabis wurde lange unter dem sogenannten Begriff „Einstiegsdroge“ diskutiert. Die Pflanze wurde dafür verantwortlich gemacht, dass fast alle Heroinabhängige früher Cannabis-Konsumenten waren. Umgekehrt trifft das allerdings nicht auf Cannabis-Konsumenten zu: nur ein minimaler Teil dieser steigt auf andere Drogen um.

Geschichte

Die Hanfpflanze Cannabis Sativa zählt zu den frühesten vom Menschen kultivierten Pflanzen. In Vorderasien wurde diese als sowohl Heil-, Kult-, Rausch- sowie Nutzpflanze verwendet. Studien gehen davon aus, dass sie in China bereits 4.000 Jahre v.Chr. angebaut wurde. Gewonnen aus den Stielen der Cannabispflanze ließen sich Fasern für Stricke, Seile, Papier und Textilien herstellen. Die geschichtliche Entwicklung von Cannabis lässt sich separieren in die Entwicklung für die medizinische Nutzung und den Hergang als Rauschmittel.[20]

Cannabis als Arzneimittel

In einem rund 4.700 Jahre alten chinesischen Lehrbuch über Botanik und Heilkunst fand man Aufzeichnungen, dass von Cannabis und den darin enthaltenen Cannabinoiden zur medizinischen Nutzung Gebrauch gemacht wurde.

Es finden sich 2.400 Jahren alte Berichte aus Indien, die ebenfalls von den Wirkstoffen der Cannabispflanze schreiben und zum medizinischen und auch rituellen Zwecke verwendet wurden. Die Aufzeichnungen von dieser Zeit beschreiben die Anwendung bzw. Behandlung von Epilepsie und Schmerzen.[21]

Der erste Kreuzzug, der von 1096 bis 1099 stattfand, brachte Cannabis nach Europa und wurde so in die Volksmedizin eingeführt; es lassen sich viele Aufzeichnungen in der Klostermedizin finden. Rheumatische und bronchiale Beschwerden wurden damals behandelt. Es tauchten auch Berichte über Verschreibungen von Cannabis als Opiumersatz auf.

Im 16. Jahrhundert wurde Cannabis in Kräuterbücher aufgenommen. 300 Jahre später, im 19. Jahrhundert waren unter anderem Migräne, Neuralgie, epilepsieähnliche Krämpfe und Schlafstörungen medizinische Anwendungsgebiete. Bis zum Jahr 1898 war Marihuana das in Amerika am häufigsten verwendete Schmerzmittel, als es schließlich von Aspirin und weiteren synthetisch hergestellten Arzneimitteln verdrängt wurde. Mehr als 100 verschiedene Cannabismedikamente waren in den Jahren zwischen 1850 und 1950 in Europa käuflich. Aufgrund der Entwicklung von synthetisch hergestellten Arzneien, Schwierigkeiten bei der Dosierung sowie paradoxen Wirkungsweisen nahmen die Verschreibungen im 20. Jahrhundert ab bis schließlich Mitte des 20. Jahrhunderts der Einsatz von Cannabis als Medikament fast weltweit verboten wurde.[22]

Cannabis als Rauschmittel

Erste Hinweise auf Cannabis als psychoaktive Substanz findet man in chinesischen Schriften im Jahr 2737 v. Chr. Dabei wurden zwar die berauschenden Effekte beschrieben, allerdings stand der medizinische Mehrwert im Mittelpunkt (unter anderem für Rheuma, Gicht, und Malaria). In Indien wurde Cannabis jedoch eindeutig zur Rauschwirkung verwendet.[23]

Wie Cannabis illegal wurde

Die Illegalisierung von Cannabis hat ihren Ursprung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Während der Opium-Konferenz (organisiert von der nach dem Ersten Weltkrieg gegründeten Vorläuferorganisation der UNO) im Jahr 1925 ist neben der Debatte um Opium und Kokain auch Cannabis diskutiert worden. Es wurde dafür gestimmt, dass die Hanfpflanze in die Liste der zu kontrollierenden Rauschmittel aufgenommen werden sollte. Grund für die schlussendlich erfolgreiche Initiative und somit stärkere Kontrolle von Cannabis war nicht etwa die Sorge um die Gesundheitsschädigung, sondern vielmehr wirtschaftliches Interesse, insbesondere des Deutschen Reiches.

Das im Grunde fast weltweit herrschende Verbot von Cannabis (mit wenigen Ausnahmen) hängt eng mit dem Verlauf der Geschichte über die Verbannung in den Vereinigten Staaten zusammen. Harry Jacob Anslinger, der einflussreiche Leiter von FBN (Federal Bureau of Narcotics), der für seine rassistischen Hetzkampagnen gegen Minderheiten bekannt war, startete 1931 einen Feldzug gegen Cannabis. Dieser gilt als Hauptverantwortlicher für die Unterzeichnung des Marihuana Tax Act im Jahr 1937 durch den amerikanischen Präsident Roosevelt. Etwas später, ab 1942 verschwanden auch Hanfprodukte zum medizinischen Zweck aus dem Handel, Ausnahme war das synthetisch hergestellte THC.[24]

Anwendung in der Medizin

Medizinische Anwendung von THC

THC findet sich auch in verschiedensten Arzneimitteln wieder. In Deutschland etwa wird die Wirksamkeit von THC für die Behandlung von Glaukomen und Autoimmunerkrankungen, (z.B. Multipler Sklerose, Morbus Crohn) erprobt. In Amerika sind THC-haltige Arzneimittel zur Therapie von Anorexie (Magersucht) und Kachexie (Abmagerung) bei AIDS zugelassen.

Eine Studie an der Medizinischen Hochschule in Hannover kam zu dem Ergebnis, dass Tics bei Tourette-Syndrom-Betroffenen durch die Behandlung mit THC wirksam reduziert werden.[25]

Für die Behandlung von Schmerzen, die durch eine Schädigung oder Erkrankung des Nervensystems verursacht wurden, Spasmen bei multipler Sklerose sowie zur Linderung von Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen bei Krebs- und AIDS-Erkrankungen wurde ein Arzneimittel mit den pflanzlichen Wirkstoffen THC und CBD in Österreich, Großbritannien und Kanada zugelassen. Weitere Behandlungsgebiete von THC sind noch in der klinischen Erprobungsphase.[26]

Seit März 2017 ist es in Deutschland schwer kranken PatientInnen unter gewissen Voraussetzungen erlaubt, Cannabis als Medikament zu nutzen – beispielsweise gegen Schmerzen, gegen Übelkeit bei Krebs und Multipler Sklerose. Der Arzt verordnet die Hanfblüten; die Krankenkassen tragen die Kosten. Es wird allerdings vorausgesetzt, dass bei den schwer kranken PatientInnen bislang jede andere Therapie versagt hat.

In dem ausführlichen Artikel „Medizinisches Cannabis: Die wichtigsten Änderungen“ des deutschen Ärzteblattes können Informationen hinsichtlich der Verordnung, Kostenübernahme, Indikationen, Cannabis-Sorten und vieles mehr über medizinisches Cannabis nachgelesen werden.

Unabhängig von der Zulassung von THC als Arzneimittel wird einer Studie zufolge diesem Wirkstoff noch weitere Effekte mit therapeutischem Potenzial zugeschrieben; diese sind unter anderem:

  • entzündungsbedingte Schmerzen werden gelindert
  • Spastizität wird gelindert
  • Übelkeit und Erbrechen wird gelindert
  • Augeninnendruck wird gesenkt
  • Schlaf wird erleichtert
  • appetitanregende Wirkung wird erzeugt
  • Ausbreitung von Krebszellen wird gehemmt[27]

Medizinische Anwendung von CBD

CBD hat viele positive Wirkmechanismen und weist heilende Eigenschaften auf; deshalb wird die Substanz in der Alternativmedizin hoch angesehen. Experten sehen in CBD „Cannabidiol“ die wichtigste Komponente von medizinischem Cannabis.

Da sich im Körper vielerorts Cannabinoid-Rezeptoren finden, kann seine Wirkung an mehreren Stellen seine Wirkung entfalten. Aufgrund dessen, dass CBD indirekt auf die Rezeptoren wirkt, hat es Einfluss auf das Nerven- sowie das Immunsystem. Dieser Substanz wird nachgesagt, dass es daher bei nervenbedingten, psychischen Problemen und auch Autoimmunkrankheiten positive Wirkung zeigt. Da es großen Einfluss auf die Regeneration des Immunsystems hat, geht man davon aus, dass Cannabinoide sogar Krebszellen reduzieren können. Da Cannabinoid antioxidative Eigenschaften aufweist, kann es die menschlichen Zellen und das Erbgut vor negativen Einflüssen schützen. [28][29][30][31]

Zunächst konnten Erkenntnisse über die Wirkung von CBD aufgrund Forschungen an Tieren oder aufgrund von Untersuchungen an isolierten Zellproben getroffen werden. Diese Ergebnisse sind zwar anschaulich, haben allerdings lt. Kritikern, keine volle Aussagekraft über die Wirkung und dem möglichen Nutzen von CBD beim Menschen.

Anhand von jüngst durchgeführten klinischen Studien an kranken oder gesunden Menschen können folgende Aussagen über CBD und dessen positiven Einfluss auf einige Gesundheitsprobleme und dahingehend die Wirkung:

  • mögliche Reduzierung von autoimmunen Entzündungen bei Typ 1-Diabetes[32]
  • kann Unterstützung bei Epilepsie geben[33][34]
  • kann bei Angst-Symptomen hilfreich sein[35]
  • mögliche Senkung der Nikotin-Abhängigkeit[36]
  • kann eine Hilfestellung bei Schlafstörungen sein[37]
  • kann sich positiv auf Schizophrenie auswirken[38][39]

Cannabis und die Krebsbehandlung

Die Vielzahl von Studien zeigt, dass die wirkenden Cannabinoide in der Cannabis-Pflanze dazu beitragen können, Krebszellen zu reduzieren, da diese, aufgrund der Interaktion mit dem menschlichen Endocannabinoid-System, auf das Immunsystem großen Einfluss haben. Obwohl sich nicht alle Sorten für eine erfolgreiche Behandlung gegen Krebs gleichermaßen eignen, zeigt sich eindeutig ein Zusammenhang zwischen der Behandlung von Cannabis und einer Reduktion von Krebszellen. Nachstehend finden sich einige Studien, die eine hilfreiche Therapieform für KrebspatientInnen darstellen. Einige dieser Studien untersuchten die Effekte des Wirkstoffs THC auf die unterschiedlichsten Krebsarten; bei anderen stand die Substanz CBD im Mittelpunkt der Untersuchungen. Beide Stoffe finden sich in der Cannabispflanze.

Hirntumor

In der klinischen Studie, durchgeführt von der Abteilung Biochemie und Molekularbiologie an der Universität Complutense in Madrid und veröffentlicht im British Journal of Cancer wurde gezeigt, dass THC (Tetrahydrocannabinol) sowie andere Cannabinoide das Tumorwachstum hemmen können (bei zwei von neun PatientInnen konnten die Tumorzellen verringert werden).[40]

Im Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics wurde eine Studie veröffentlicht, die den Zusammenhang zwischen Cannabidiol (CBD) und einer Antitumor-Aktivität feststellte. Die Gabe des Cannabinoid führte zu einem eindeutigen Abfall der Lebensfähigkeit der Gliomzellen (als Gliom bezeichnet man Hirntumore des Zentralnervensystems).[41]

Brustkrebs

In Amerika wurde eine Studie in den Proceedings der National Academy of Sciences der USA (PNAS) veröffentlicht, die zeigt, wie Cannabinoide das Wachstum von Brustkrebszellen hemmen können.[42]

Die Studie „Anti-tumor activity of plant cannabinoids with emphasis on the effect of cannabidiol on human breast carcinoma“ zeigt ebenfalls wie effektiv und wirksam die beiden Cannabinoide THC als auch CBD gegen das Brustkrebs-Zellwachstum sein können; das Wachstum der Krebszellen kann drastisch reduziert werden. Veröffentlicht wurde dies im Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics.[43]

Die Studie, die vom California Pacific Medical Center durchgeführt und in der US National Library of Medicine veröffentlicht wurde, konnte ebenfalls feststellen, dass Cannabidiol (CBD) das Wachstum der Brustkrebszellen und darüberhinaus die Ausbreitung der Zellen vermindert. Außerdem wurde bewiesen, dass CBD die Tumormasse bei den BrustkrebspatientInnen deutlich reduzierte.[44]

Lungenkrebs

Die in Deutschland von der Abteilung für Allgemeine Chirurgie durchgeführte Studie und in der US National Library of Medicine veröffentlicht wurde, konnte feststellen, dass Cannabinoide (im Mittelpunkt stand das Cannabinoid CBD) das Krebszellenwachstum sowie die Metastierung bei Lungenkrebs hemmen.[45]

In der Zeitschrift Oncogene wurde eine vom Harvard Medical Schools Experimental Medicine Department durchgeführte Studie veröffentlicht, die zeigte, dass THC den Wachstumfaktor hemmt, der für die Zellwanderung eines Lungenkarzinoms verantwortlich ist. Weitere Untersuchungen hinsichtlich THC und seiner Wirksamkeit in der Behandlung von Lungenkrebs und der Metastasierung werden auf Basis dieser Feststellungen durchgeführt.[46]

Blut-Krebs

Eine Studie, die in der Zeitschrift Molecular Pharmacology veröffentlicht wurde, hat ermittelt, dass Cannabinoide sowohl die Wachstumshemmung als auch den Zelltot von Zell-Lymphomen verursachen.[47]

Cannabinoide können, laut einer Studie von der Virginia Commonwealth University (Abteilung für Pharmakologie und Toxikologie) Leukämiezellen vernichten. Diese Studie wurde in der US National Library of Medicine veröffentlicht.[48]

Wichtiger Hinweis:

Die hier bereitgestellten Informationen sind so weit wie möglich aktuell, sachlich und faktenbasiert. Wir weisen jedoch darauf hin, dass dies keinesfalls eine Beratung und Behandlung durch einen Arzt ersetzen kann.

Weblinks

Einzelnachweise

[1] http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-06/europaeischer-drogenbericht-drogenkonsum-heroin-opium-cannabis; abgerufen am 18. Dezember 2017

[2] Wolfgang Ferner, Peter Xanke: Alkohol und Drogen im Straßenverkehr – Messverfahren, Bußgeldverfahren, Strafverfahren. Deubner, Recht und Praxis, Köln 2006, ISBN 978-3-88606-633-9, S. 68.

[3] Jörg Fengler (Hrsg.): Handbuch der Suchtbehandlung: Beratung, Therapie, Prävention. ecomed-Storck, Landsberg 2002, ISBN 978-3-609-51980-7, S. 228 

[4] Orrin Devinsky, Maria R. Cilio, Helen Cross, u.a.: Cannabidiol: Pharmacology and potential therapeutic role in epilepsy and other neuropsychiatric disorders. In: Epilepsia. Band 55, Nr. 6, 1. Juni 2014, S. 791–802.

[5] Jonathon Burch: Afghanistan now world’s top cannabis source: U.N

[6] Avoxa. Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH: Pharmazeutische Zeitung online: Cannabis als Medizin: Was kommt auf die Apotheken zu?

[7] Rudolf Hänsel, Ernst Steinegger (Hrsg.): Pharmakognosie – Phytopharmazie. 9., überarb. und akt. Auflage. Springer, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-00962-4.

[8] Di Marzo V, Stella N, Zimmer A. Endocannabinoid signalling and the deteriorating brain. Nat Rev Neurosci. 2015 Jan;16(1):30-42

[9] Thomas A, Baillie GL, Phillips AM, Razdan RK, Ross RA, Pertwee RG. Cannabidiol displays unexpectedly high potency as an antagonist of CB1 and CB2 receptor agonists in vitro. Br J Pharmacol. 2007 Mar;150(5):613-23

[10] Roger G. Pertwee: Pharmacological and therapeutic targets for Δ9-tetrahydrocannabinol and cannabidiol. In: Euphytica. Band 140, Nr. 1–2, 2004, S. 73–82, doi:10.1007/s10681-004-4756-9.

[11] J. Michael Walker, Susan M. Huang: Cannabinoid analgesia. In: Pharmacology & Therapeutics. Band 95, Nr. 2, 2002, S. 127–135. (S. 128)“

[12] Cannabis – drugscouts.de. In: drugscouts.de. Abgerufen am 18. Dezember 2017

[13] Wolfgang Ferner, Peter Xanke: Alkohol und Drogen im Straßenverkehr – Messverfahren, Bußgeldverfahren, Strafverfahren. Deubner Verlag, 2006, ISBN 3-88606-633-9, S. 64

[14] Gary L. Wenk: Does Coffee Enhance Marijuana?  In: psychologytoday.com. Abgerufen am 18. Dezember 2017

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