E-Zigarette

E-Zigaretten, mittlerweile oft auch als Vaporizer oder Verdampfer bezeichnet, werden in Deutschland und Österreich immer populärer. Im Gegensatz zur Zigarette entstehen mit der elektrischen Zigarette keine unangenehmen Gerüche und keine Asche. Beim Verdampfen werden keine Stoffe verbrannt, sondern Flüssigkeiten werden durch ein Heizelement erhitzt. Dadurch atmet der Konsument nur den reinen, schadstofffreien Nassdampf ein. Während bei einer E-Zigarette nur Flüssigkeiten, so genannte Liquide, verdampft werden, können die klassischen (Vaporizer) auch Kräuter, Konzentrate und Wachse vaporisieren.

Aufbau und Funktionsweise

In jeder E-Zigarette ist ein Heizelement integriert, das durch eine Batterie betrieben wird. Je nach Hersteller und Gerät variiert die Batterielaufzeit und in vielen Fällen kann das Gerät während des Aufladens benutzt werden. Das Heizelement erhitzt eine aromatisierte Flüssigkeit, das Liquid. Im Gegensatz zur normalen Zigarette werden bei einer E-Zigarette also keine Stoffe verbrannt. Durch ein Mundstück atmet der Konsument nur den reinen, schadstofffreien Dampf ein.

Bei den Liquiden gibt es zahlreiche verschiedene Aromen sowie Flüssigkeiten mit unterschiedlichen Mengen an Nikotin. Es gibt auch Liquide, die kein Nikotin enthalten und gern bei der Raucherabgewöhnung verwendet werden.

Am oberen Ende der E-Zigarette befindet sich das Mundstück. Sobald der Nutzer daran zieht, wird der integrierte Akku aktiviert und der Verdampfer beginnt die Erhitzung. Bei einigen Geräten muss während des Ziehens zusätzlich ein Knopf am Gerät gedrückt werden. Die Heizspirale im Gerät wird nun erhitzt und verdampft das Liquid. Wenn die E-Zigarette die richtige Temperatur erreicht hat, sammelt sich der Dampf im Verdampferkopf und kann inhaliert werden.

Die meisten E-Zigaretten werden mit einem Tanksystem genutzt. Dieser Tank beinhaltet das Liquid und wird einfach mit dem Mundstück verbunden. Dadurch können die einzelnen Liquide schnell und unkompliziert ausgetauscht werden.

Arten der E-Zigarette

Die E-Zigarette, die immer häufiger auch als Vaporizer oder Vape bezeichnet wird, gibt es in verschiedenen Preiskategorien und Größen. Oft legen die Modelle unterschiedlichen Wert auf einzelne Features. So gibt es Verdampfer, die einen besonders kraftvollen Dampf erzeugen und andere, die vor allem für ihre lange Batterielaufzeit bekannt sind. Generell kann man elektrische Zigaretten nach drei verschiedenen Verdampferarten sowie ihrer Größe unterscheiden.

E-Zigaretten mit verschiedenen Verdampfern

  • Atomisierer
  • Cartomizer
  • Clearomizer

Atomisierer

Beim Atomisierer befindet sich das Heizelement in der E-Zigarette und es enthält einen Tank oder Wattedepot. Mithilfe eines Dochts, der aus Glasfaser besteht, wird das Liquid von der Heizspirale erhitzt und somit Dampf produziert. Beim Atomisierer lässt sich das Liquid sehr einfach nachfüllen und ist daher vor allem für Neueinsteiger geeignet.

Cartomizer

Beim Cartomizer wird kein zusätzliches Depot für die Flüssigkeiten benötigt, da sich der Verdampfer und das Depot bereits im Gerät befinden. Bei der Erhitzung des Liquids zieht der Verdampfer die Flüssigkeit also direkt aus dem Depot. Das Liquid wird in einer Watte kompakt gespeichert, dadurch entsteht ein besonders intensiver Dampf. Auch der Cartomizer ist sehr einfach zu bedienen und daher ideal für Konsumenten, die zum ersten Mal eine E-Zigarette bedienen. Sie müssen das Gerät auch nicht befüllen, da jeder Cartomizer bereits einen Zerstäuber enthält. Wenn der Cartomizer leer ist, wird einfach ein neuer verwendet. Der größte Vorteil liegt neben der einfachen Handhabung auch darin, dass nur neue Liquide gekauft werden müssen. Zwar sind Cartomizer etwas teurer als andere E-Zigaretten, jedoch besitzen Sie auch eine hohe Lebensdauer.

Clearomizer

Der Clearomizer besitzt Elemente beider bereits genannten Verdampferarten. Wie beim Cartomizer, ist auch hier das Depot bereits integriert. Dadurch lassen sich die Liquide schnell und einfach austauschen. Jedoch wird die Flüssigkeit nicht in einer Watte gespeichert, sondern gelangt wie beim Atomisierer über einen Docht zum Heizelement. Eine Besonderheit ist das durchsichtige Gehäuse. Somit hat der Konsument immer den Überblick, wie viel Liquid noch vorhanden ist.

E-Zigaretten nach Größe

  • Mini-Zigarette
  • Mid-Size Zigarette
  • Mods

Mini-Zigarette

Die Mini-E-Zigarette kommt der normalen Zigarette vor allem optisch am nähesten. Sie werden aufgrund ihrer Ähnlichkeit vor allem gern von Konsumenten genutzt, die sich das Rauchen abgewöhnen möchten und sind sowohl als Einweg-Option als auch wiederaufladbar erhältlich.

Die Mini- Zigarette ist sehr einfach zu verwenden, da Sie nur aus vier Teilen besteht. Durch das Ziehen wird die Batterie aktiviert und der Verdampfer gestartet. Das Liquid wird sofort aus dem Depot heraus verdampft und kann in Form von Dampf inhaliert werden. Die angebrachte LED-Lampe am Ende der E-Zigarette simuliert die Glut einer echten Zigarette.

Mid-Size Zigarette

Die Mid-Size Zigarette wird auch als eGo bezeichnet und stellt einen deutlich stärkeren Dampf her als die Mini-Zigarette. Beim Ziehen am Mundstück muss der Verbraucher zusätzlich den Knopf an der Seite des Gerätes anbringen. Die eGo besteht im Wesentlichen aus einem Zerstäuber, einem Tank und einer Batterie. Der Zerstäuber kann beliebig ausgetauscht werden.

Der Vorteil der eGo ist die deutlich längere Lebensdauer und das intensivere Dampferlebnis. Der Konsument hat außerdem einen deutlich größeren Einfluss über die Steuerung des Gerätes.

Mods

Mods besitzen stärkere Batterien sowie bessere Patronen und Zerstäuber. Bei dieser Art der E-Zigarette steht vor allem das individuelle Erlebnis des Konsumenten im Vordergrund. Sie besitzen zwar zahlreiche besondere Features, sind jedoch auch deutlich größer und schwerer als herkömmliche E-Zigaretten.

Bei den mechanischen Mods gibt es keine elektronischen Schalter und Regler, während die smart Mods dem Verbraucher zahlreiche Optionen bieten. So kann der Konsument die Temperatur verändern und profitiert von LED-Anzeigen und weiteren Features.

Reinigung von E-Zigaretten

E-Zigaretten müssen regelmäßig gereinigt werden, um eventuelle Liquidrückstände und andere Unreinheiten zu entfernen. Nach einer gewissen Zeit lagern sich oft Rückstände der Flüssigkeiten am Heizgerät ab. Dadurch kann der Verdampfer keine 100 % mehr bringen. Außerdem wird durch die Reinigung ein reiner Dampf gewährleistet. Eine gute Pflege erhöht natürlich auch insgesamt die Lebensdauer des Gerätes.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Reinigung. Die einfachste Variante ist das regelmäßige Durchpusten vor jeder neuen Liquid-Auffüllung. Das kann sehr effizient sein, sorgt aber oft dafür, dass sich noch immer Reste am Heizelement befinden. Das Gerät kann auch in heißes Wasser oder Desinfektionsmittel gelegt werden. Die E-Zigarette kann dabei einige Male hin und her gedreht werden, so dass auch wirklich alle Reste entfernt werden.

Viele Nutzer verwenden auch ein Ultraschallgerät zur Reinigung ihrer E-Zigarette. Ein solches Gerät findet sich mittlerweile bereits in jeder Drogerie. Der große Vorteil: Diese Reinigung ist besonders gründlich. Eine andere Option ist die „Dryburn“-Reinigung, die jedoch nicht für alle Modelle in Frage kommt. Dabei muss das Heizelement freigelegt und anschließend gestartet werden. Danach kann das Gerät kräftig durchgepustet werden.

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Weitere Begriffserklärungen: